Nach Einschätzung von Verkehrsexperten ließe sich selbst bei weiter steigenden Passagierzahlen der Einrichtungsverkehr dauerhaft halten, wenn die Auslastung der Schiffe verbessert würde. Diese fahren bisher vielfach unterbesetzt . Eine intelligentes Fahrgastmanagement und die Nutzung kleinerer Schiffe, die sich je nach Bedarf flexibler einsetzen lassen, würde dann zu einer Abnahme der Belastung durch Lärm und Abgase für Anwohner sorgen. Die Umstellung kann schrittweise erfolgen und sukzessive zum Einstieg in eine emissionsfreie Fahrgastschifffahrt genutzt werden. Gleichzeitig würden durch kleinere Schiffe auch mehr Arbeitsplätze in der Fahrgastschifffahrt entstehen, die Vielfalt der Anbieter könnte zunehmen und die Reedereien könnten entsprechend zielgruppenspezifischere Angebote machen. Nicht zuletzt wären kleinere Schiffe auch eher kompatibel mit Freizeitnutzungen und einem ökologischen Umbau des Kanals.
Fahrgastmanagement und der Zugang weiterer Anbieter erfordern allerdings auch eine Prüfung der Eigentumsverhältnisse in Bezug auf die Anlegstellen. So lange Anlegestellen entlang des Kanals in Privatbesitz einiger weniger Reedereien sind, ist der betriebswirtschaftliche Anreiz für dieses positive Szenario nämlich gering. Eine Trennung von Eigentum an Anlegestellen und Schiffen bzw. Transportdienstleistungen wäre deshalb sinnvoll. Für die Bewirtschaftung der Anlegestellen sollte ein Art öffentliche oder sozialwirtschaftlich organisierte "Netzagentur" eingerichtet werden.